Jede Website verändert sich: Seiten werden umbenannt, zusammengelegt oder gelöscht. Dabei entstehen Weiterleitungen und 404-Fehler. Beides ist normal – problematisch wird es erst, wenn Weiterleitungen Ketten bilden, temporär statt dauerhaft sind oder wichtige Seiten ins Leere führen. Diese Probleme lassen sich automatisch finden.
Die wichtigsten Statuscodes
- 301 und 308: Dauerhafte Weiterleitung. Suchmaschinen übertragen die Signale der alten Adresse auf die neue.
- 302 und 307: Vorübergehende Weiterleitung. Google behält die alte Adresse zunächst im Index.
- 404: Die Seite wurde nicht gefunden.
- 410: Die Seite wurde dauerhaft entfernt. Google nimmt sie meist etwas schneller aus dem Index als bei 404.
Soft-404-Fehler
Ein Soft-404 liegt vor, wenn eine Seite den Statuscode 200 liefert, inhaltlich aber leer ist oder eine Fehlermeldung zeigt – etwa eine Produktseite mit dem Text „Dieses Produkt gibt es nicht mehr“. Google erkennt solche Seiten oft und meldet sie in der Search Console.
Weiterleitungsketten
Leitet Adresse A auf B und B auf C weiter, entsteht eine Kette. Google folgt bis zu zehn Weiterleitungen, aber jede Station kostet Zeit und erhöht das Risiko von Fehlern. Interne Links und neue Weiterleitungen sollten immer direkt auf das endgültige Ziel zeigen.
Automatisch überwachen
- Bei jedem Crawl alle internen Links mit ihrem Statuscode speichern.
- Neue 404-Fehler mit der Liste der Seiten melden, die auf sie verlinken.
- Ketten mit mehr als einer Weiterleitung markieren.
- Temporäre Weiterleitungen auflisten, die älter als einige Wochen sind.
- Den Bericht „Seitenindexierung“ der Search Console regelmäßig auf neue Fehlerarten prüfen.
Nach einem Relaunch
Bei einer neuen URL-Struktur braucht jede alte Adresse eine Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite – nicht pauschal auf die Startseite. Erstellen Sie vor dem Relaunch eine Liste aller alten Adressen mit Besuchern oder externen Links und prüfen Sie nach dem Umzug automatisch, ob jede davon richtig weiterleitet.
Fazit
Weiterleitungen und 404-Fehler gehören zum Leben jeder Website. Wer sie bei jedem Crawl automatisch prüft und neue Probleme sofort meldet, verhindert, dass sich kleine Fehler zu verlorenen Rankings summieren.