WordPress nimmt Website-Betreibern viel Arbeit ab, erzeugt aber auch viele Adressen, die niemand bewusst angelegt hat: Archive für Kategorien, Schlagwörter, Autoren und Daten, Seiten für einzelne Bilder und Vorschauen. Mit den richtigen Einstellungen und ein paar automatischen Abläufen bleibt eine WordPress-Website trotzdem sauber.
Die Grundeinstellungen
Permalinks früh festlegen
Die Struktur der Adressen sollte vor der Veröffentlichung der ersten Beiträge feststehen. Wer sie später ändert, ändert alle Adressen auf einmal – und braucht für jede alte Adresse eine funktionierende Weiterleitung. Prüfen Sie nach einer Änderung automatisch, ob alte Adressen wirklich auf die neuen zeigen.
Sichtbarkeit für Suchmaschinen
In den Einstellungen unter „Lesen“ gibt es die Option, Suchmaschinen von der Indexierung abzuhalten. Sie ist während der Entwicklung nützlich und nach dem Start einer der häufigsten Gründe, warum eine Website nicht gefunden wird. Eine automatische Prüfung auf noindex gehört deshalb zu jedem Ablauf.
Ein SEO-Plugin einrichten
Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math erzeugen XML-Sitemaps, strukturierte Daten und Felder für Titel und Beschreibung. Wichtig sind vor allem diese Entscheidungen:
- Welche Archive sollen in den Suchergebnissen erscheinen? Schlagwort-, Autoren- und Datumsarchive bieten oft wenig eigenen Inhalt.
- Wie sieht die Vorlage für den Seitentitel aus? Eine falsche Vorlage erzeugt auf allen Seiten gleichzeitig unpassende Titel.
- Werden Seiten für einzelne Bilder (Anhangseiten) auf die Bilddatei weitergeleitet? Seit WordPress 6.4 sind sie bei neuen Installationen standardmäßig abgeschaltet.
Was sich automatisieren lässt
- Updates: Automatische Updates für WordPress, Themes und Plugins – mit einer Sicherung davor.
- Sicherungen: Tägliche Backups von Dateien und Datenbank, außerhalb des eigenen Servers gespeichert.
- Bilder: Plugins, die Bilder beim Hochladen verkleinern und in moderne Formate umwandeln.
- Search Console: Mit dem Plugin Site Kit von Google lassen sich Daten direkt im Dashboard anzeigen.
- Defekte Links: Regelmäßige Crawls finden Links auf gelöschte Seiten.
Beispiel: eine automatische Prüfung nach Updates
Ein einfacher Ablauf für kleine WordPress-Websites: Jeden Montag laufen die automatischen Updates, danach folgt eine Sicherung, und eine Stunde später prüft ein Crawl die zehn wichtigsten Seiten. Er vergleicht Statuscode, Titel, noindex-Angaben und die Zahl der strukturierten Daten mit der Vorwoche. Weicht etwas ab, kommt eine E-Mail – mit der Liste der Seiten und dem Hinweis, welches Update zeitlich passt.
Typische WordPress-Fehler
- Die Beispielseite und der erste Beitrag „Hallo Welt!“ bleiben nach dem Start online.
- Das Theme gibt den Namen der Website als zweite H1-Überschrift aus.
- Kategorien sind unter zwei Adressen erreichbar, weil die Permalink-Struktur die Kategorie enthält.
- Nach einem Plugin-Wechsel bleiben alte Weiterleitungen oder doppelte strukturierte Daten zurück.
Fazit
Eine WordPress-Website lässt sich mit wenigen Einstellungen und einigen automatischen Abläufen gut im Griff behalten. Entscheidend ist, die Standardwerte bewusst zu prüfen und nach jeder größeren Änderung automatisch zu kontrollieren. Eine vollständige Liste der Prüfungen finden Sie in unserer Checkliste für das technische SEO-Audit.




