SEO-Reporting automatisieren mit der Google Search Console

Liniendiagramm: Klicks und Impressionen aus der Search Console über 28 Tage

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Ein SEO-Bericht soll eine einfache Frage beantworten: Wird die Website in der Suche besser oder schlechter gefunden – und warum? Wer diesen Bericht jeden Monat von Hand aus Tabellen zusammenbaut, verliert nicht nur Zeit, sondern oft auch die Vergleichbarkeit. Mit den Daten der Google Search Console lässt sich das Reporting fast vollständig automatisieren.

Welche Kennzahlen in den Bericht gehören

  • Klicks: Wie oft Nutzer aus der Google-Suche auf Ihre Website gekommen sind.
  • Impressionen: Wie oft eine Ihrer Seiten in den Suchergebnissen angezeigt wurde.
  • Klickrate (CTR): Klicks geteilt durch Impressionen.
  • Durchschnittliche Position: Die mittlere Platzierung, gewichtet nach Impressionen.

Die durchschnittliche Position ist die Kennzahl, die am häufigsten falsch gelesen wird. Erscheint eine Seite neu für viele Suchanfragen auf hinteren Plätzen, sinkt der Durchschnitt – obwohl die Sichtbarkeit gestiegen ist. Lesen Sie die Position deshalb immer zusammen mit den Impressionen.

Die Datenquelle verstehen

Die Search Console stellt ihre Daten mit einigen Tagen Verzögerung bereit. Die jüngsten Tage gelten zunächst als vorläufig und können sich noch ändern. Ein automatischer Bericht sollte deshalb nur abgeschlossene Tage vergleichen und vorläufige Werte als solche kennzeichnen.

Achten Sie außerdem auf die Art der Property. Eine Domain-Property umfasst alle Varianten Ihrer Website, eine URL-Präfix-Property nur genau eine. Wer beide mischt, vergleicht unterschiedliche Datenmengen.

So ist ein automatischer Bericht aufgebaut

  1. Gesamtentwicklung der letzten 28 Tage im Vergleich zu den 28 Tagen davor.
  2. Für saisonale Geschäfte zusätzlich der Vergleich mit dem Vorjahr.
  3. Die Seiten mit den größten Gewinnen und Verlusten an Klicks.
  4. Die wichtigsten Suchanfragen und ihre Entwicklung.
  5. Neue technische Probleme seit dem letzten Bericht.
  6. Erledigte Aufgaben und Änderungen mit Datum, damit Effekte zugeordnet werden können.

Beispiel: ein Monatsbericht auf einer Seite

Ein guter Monatsbericht passt auf eine Bildschirmseite. Oben stehen die vier Kennzahlen mit dem Vergleich zum Vormonat. Darunter folgen die fünf Seiten mit den größten Veränderungen, jeweils mit einer kurzen Erklärung: „Neuer Ratgeber seit dem 12. veröffentlicht“, „Titel am 3. geändert“ oder „saisonaler Rückgang wie im Vorjahr“. Am Ende stehen neue technische Probleme und die erledigten Aufgaben. Wer den Bericht liest, sollte in zwei Minuten wissen, was passiert ist und was als Nächstes zu tun ist.

Typische Fehler im Reporting

  • Zeiträume unterschiedlicher Länge oder mit unterschiedlich vielen Wochenenden vergleichen.
  • Die Summe aller Suchanfragen mit der Gesamtzahl der Klicks gleichsetzen. Seltene Suchanfragen blendet Google aus Datenschutzgründen aus, deshalb ist die Summe kleiner.
  • Einzelne Tage überbewerten. Schwankungen von Tag zu Tag sind normal.
  • Keine Notizen zu Änderungen führen. Ohne sie lässt sich ein Rückgang kaum erklären.

Umsetzung ohne Programmierung

Der einfachste Weg ist eine Verbindung der Search Console mit Looker Studio, dem kostenlosen Berichtswerkzeug von Google. Damit entsteht ein Bericht, der sich täglich selbst aktualisiert. Wer die Daten länger als 16 Monate behalten möchte, sollte sie zusätzlich regelmäßig über die Programmierschnittstelle in eine eigene Datenbank oder Tabelle exportieren.

Fazit

Ein automatischer SEO-Bericht ist dann gut, wenn er jeden Monat nach derselben Methode entsteht und Veränderungen erklärt statt nur Zahlen zu zeigen. Er ist der Baustein „Messen“ im Kreislauf, den wir im Leitfaden zum SEO automatisieren beschreiben.