Kategorie: Technisches SEO

Anleitungen zu Crawling, Indexierung, Ladezeit und strukturierten Daten.

  • Bilder für SEO optimieren: Größe, Format und Alt-Text

    IMG_2034

    Bilder machen Inhalte verständlich – und sie sind auf vielen Websites der größte Grund für lange Ladezeiten. Gleichzeitig sind sie für Suchmaschinen schwer zu lesen: Ohne Text drumherum weiß Google nur ungefähr, was ein Bild zeigt. Diese Anleitung erklärt, wie Sie Bilder in Größe, Format und Beschreibung so vorbereiten, dass sie schnell laden und richtig verstanden werden.

    Abmessung und Dateigröße sind zwei verschiedene Dinge

    Die Abmessung ist die Zahl der Pixel in Breite und Höhe, etwa 4000 × 3000 Pixel. Die Dateigröße ist das Gewicht der Datei, etwa 3,4 MB. Ein Foto direkt aus der Kamera hat oft beides im Übermaß. Wird es auf der Website nur 800 Pixel breit angezeigt, lädt der Browser trotzdem die volle Datei – und der Besucher wartet.

    Die Regel ist einfach: Liefern Sie Bilder nicht größer aus, als sie angezeigt werden – mit Reserve für hochauflösende Bildschirme. Für ein Bild, das 800 Pixel breit dargestellt wird, reichen meist Varianten mit 800 und 1600 Pixeln Breite.

    Balkendiagramm: Klicks aus der Google-Suche von Januar bis Juni, mit Anstieg im April
    Diagramm (1200 × 628 px)

    Das passende Format

    • WebP und AVIF: Moderne Formate mit deutlich kleineren Dateien bei gleicher Qualität. Alle aktuellen Browser unterstützen sie.
    • JPEG: Für Fotos weiterhin geeignet, wenn moderne Formate nicht möglich sind.
    • PNG: Für Grafiken mit Transparenz oder scharfen Kanten – für Fotos fast immer zu schwer.
    • SVG: Für Logos und Symbole, die bei jeder Größe scharf bleiben sollen.
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    Mehrere Größen mit srcset

    Mit dem Attribut srcset bietet eine Seite dasselbe Bild in mehreren Breiten an, und der Browser wählt die passende Variante für den Bildschirm. WordPress erzeugt diese Varianten beim Hochladen automatisch, solange das Bild über die Mediathek eingebunden wird.

    Breite und Höhe angeben

    Steht im HTML die Breite und Höhe eines Bildes, kann der Browser den Platz reservieren, bevor das Bild geladen ist. Fehlen die Angaben, springt der Text nach unten, sobald das Bild erscheint. Diese Verschiebung misst der Wert CLS, mehr dazu im Beitrag Core Web Vitals verbessern.

    Aufgeklappter Laptop auf einem Sofa, der ein Dashboard mit Diagrammen zeigt

    Lazy Loading – aber nicht überall

    Mit loading=“lazy“ lädt der Browser Bilder erst, wenn sie in die Nähe des sichtbaren Bereichs kommen. Das spart Daten bei langen Seiten. Das wichtigste Bild im ersten Bildschirm sollte dagegen sofort laden, sonst erscheint der Hauptinhalt später.

    Alternativtexte richtig schreiben

    Der Alternativtext beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist. Er wird von Screenreadern vorgelesen und hilft Suchmaschinen, das Bild einzuordnen.

    • Gut: „Balkendiagramm: Klicks aus der Google-Suche von Januar bis Juni, mit Anstieg im April“.
    • Schlecht: „IMG_2034“ oder „Bild“.
    • Ebenfalls schlecht: „SEO automatisieren SEO Tools SEO Automatisierung“ – eine Aufzählung von Suchbegriffen ist keine Beschreibung.
    • Dekorative Bilder: Reine Schmuckgrafiken erhalten ein leeres alt-Attribut, damit Screenreader sie überspringen.

    Dateinamen

    Ein beschreibender Dateiname hilft ein wenig bei der Einordnung und viel bei der Pflege. Verwenden Sie Kleinbuchstaben und Bindestriche und verzichten Sie auf Leerzeichen, Umlaute und ß: „klicks-diagramm-halbjahr.webp“ statt „Klicks Übersicht Größe.PNG“.

    Text gehört nicht nur ins Bild

    Informationen, die nur in einer Grafik stehen, kann Google kaum lesen. Steht in einer Infografik eine wichtige Zahl oder Aussage, sollte sie zusätzlich im Text der Seite vorkommen.

    Infografik

    Bilder für Vorschauen und strukturierte Daten

    Für Artikel empfiehlt Google hochauflösende Bilder; für die Anzeige in Google Discover sollten sie mindestens 1200 Pixel breit sein. Für Vorschauen in sozialen Netzwerken hat sich ein Format von 1200 × 630 Pixeln etabliert. Wichtig ist, dass die angegebene Bildadresse tatsächlich erreichbar ist und das Bild zum Inhalt passt.

    Übliche Größen im Überblick

    VerwendungEmpfohlene Größe
    Vorschaubild für soziale Netzwerke1200 × 630 px
    Beitragsbild im Blog1600×900
    Bild für Google Discovermindestens 1.200 Pixel Breite
    Produktfoto2000 * 2000 px
    Flyer zum Ausdrucken (Endformat)14,8 × 21 cm
    Übliche Bildgrößen im Überblick
    Vorschaubild mit dem Titel Bilder für SEO optimieren
    Vorschaubild im Format 1200*630
    Beitragsbild 1600 × 1000: Schreibtisch mit Laptop und Monitor

    Automatisch prüfen

    1. Bilder ohne Alternativtext und mit Dateinamen als Alternativtext finden.
    2. Dateien über einer festen Größe markieren, etwa 300 KB.
    3. Bilder finden, die deutlich größer ausgeliefert als angezeigt werden.
    4. Bilder ohne Breiten- und Höhenangabe auflisten.
    5. Prüfen, ob das Hauptbild im ersten Bildschirm verzögert geladen wird.

    Fazit

    Gute Bilder sind klein, beschreibend benannt und mit einem ehrlichen Alternativtext versehen. Die meisten Prüfungen lassen sich automatisieren – und weil Bilder auf fast jeder Seite vorkommen, ist der Effekt oft größer als bei jeder anderen technischen Verbesserung.

  • Strukturierte Daten prüfen und automatisch erzeugen

    Strukturierte Daten beschreiben den Inhalt einer Seite in einer Form, die Maschinen eindeutig verstehen: Das ist ein Artikel, geschrieben von dieser Organisation; das ist ein Produkt mit diesem Preis; das ist der Weg von der Startseite zu dieser Unterseite. Google nutzt diese Angaben, um Inhalte einzuordnen und in manchen Fällen erweiterte Suchergebnisse anzuzeigen.

    Das richtige Format

    Google empfiehlt JSON-LD: einen Block im Quelltext, der unabhängig vom sichtbaren HTML steht. Er lässt sich leicht erzeugen, prüfen und ändern, ohne das Layout anzufassen. Die verwendeten Typen und Eigenschaften stammen aus dem Vokabular von schema.org.

    Die wichtigsten Typen für kleine Websites

    • Organization: Name, Logo und Kontaktdaten des Unternehmens, meist auf der Startseite.
    • WebSite: Name der Website.
    • BreadcrumbList: Der Pfad von der Startseite zur aktuellen Seite.
    • Article: Titel, Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum sowie ein Bild für Ratgeberbeiträge.
    • Product: Name, Bild, Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen für Produktseiten.
    • LocalBusiness: Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer für Unternehmen mit Standort.

    Die wichtigste Regel: nur sichtbare Inhalte

    Strukturierte Daten müssen beschreiben, was Besucher auf der Seite sehen. Fragen und Antworten, die nur im Quelltext stehen, Bewertungen, die es auf der Seite nicht gibt, oder Preise, die vom angezeigten Preis abweichen, verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Im schlimmsten Fall folgt eine manuelle Maßnahme, und die Website verliert ihre erweiterten Suchergebnisse.

    Auch eigene Bewertungen sind ein Sonderfall: Bewertungen, die ein Unternehmen über sich selbst auf der eigenen Website auszeichnet, zeigt Google bei Organisationen und lokalen Unternehmen nicht als Sterne an.

    Was sich geändert hat

    Nicht jede Auszeichnung führt noch zu einem besonderen Suchergebnis. Seit 2023 zeigt Google FAQ-Ergebnisse nur noch für bekannte, vertrauenswürdige Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich, und Anleitungen (HowTo) werden gar nicht mehr erweitert dargestellt. Die Auszeichnung schadet nicht, solange sie korrekt ist – sie bringt aber für die meisten Websites keinen sichtbaren Vorteil mehr.

    Automatisch erzeugen

    Content-Management-Systeme erzeugen viele strukturierte Daten selbst. In WordPress übernimmt das meist ein SEO-Plugin, das für jede Seite einen zusammenhängenden Block aus Website, Seite, Organisation und Artikel ausgibt. Ergänzungen wie Produktdaten kommen oft aus dem Shop-Plugin. Prüfen Sie, dass nicht zwei Plugins dieselben Angaben doppelt und widersprüchlich ausgeben.

    Automatisch prüfen

    1. Den Rich-Results-Test von Google für einzelne Seiten nutzen.
    2. Mit dem Schema Markup Validator allgemeine Fehler im Vokabular finden.
    3. In der Search Console die Berichte zu erweiterten Suchergebnissen beobachten.
    4. Nach jedem Theme- oder Plugin-Update eine Stichprobe prüfen, weil Vorlagen sich ändern.
    5. Bei einem Crawl automatisch vergleichen, ob ausgezeichnete Inhalte wie Preise oder Fragen auch im sichtbaren Text stehen.

    Fazit

    Strukturierte Daten sind wertvoll, wenn sie stimmen, und riskant, wenn sie mehr versprechen als die Seite zeigt. Automatisieren Sie die Erzeugung mit Vorlagen und die Prüfung mit regelmäßigen Tests. Welche weiteren Prüfungen in ein technisches Audit gehören, zeigt unsere Checkliste.

  • Core Web Vitals verbessern: LCP, INP und CLS verständlich erklärt

    Schreibtisch mit Laptop und Monitor

    Die Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google die Nutzererfahrung beim Laden und Bedienen einer Seite bewertet. Sie fließen in die Bewertung der Seitenerfahrung ein. Ein schlechter Wert allein wirft eine gute Seite nicht aus den Suchergebnissen, aber bei vergleichbaren Inhalten kann er den Unterschied machen – und er wirkt sich direkt darauf aus, ob Besucher bleiben.

    Die drei Werte im Überblick

    LCP – Largest Contentful Paint

    Der LCP misst, wann das größte sichtbare Element im ersten Bildschirm geladen ist, meist ein Bild oder eine große Überschrift. Als gut gilt ein Wert von höchstens 2,5 Sekunden.

    INP – Interaction to Next Paint

    Der INP misst, wie schnell die Seite sichtbar auf Eingaben reagiert, etwa auf einen Klick oder eine Eingabe in ein Formular. Gut sind höchstens 200 Millisekunden. Der INP hat im März 2024 den früheren Wert FID abgelöst.

    CLS – Cumulative Layout Shift

    Der CLS misst, wie stark sich Inhalte beim Laden unerwartet verschieben. Gut ist ein Wert von höchstens 0,1. Typische Ursache sind Bilder ohne Größenangabe, nachgeladene Werbung oder Schriften, die spät ausgetauscht werden.

    Labordaten und Felddaten

    Es gibt zwei Arten von Messwerten. Labordaten entstehen, wenn ein Werkzeug wie Lighthouse die Seite unter festen Bedingungen lädt. Sie sind sofort verfügbar und gut zum Testen. Felddaten stammen von echten Besuchern mit Chrome und werden im Chrome UX Report gesammelt. Google bewertet die Seitenerfahrung anhand der Felddaten, und zwar am 75. Perzentil: Drei von vier Besuchen müssen den Grenzwert erreichen.

    Kleine Websites haben oft zu wenig Besucher, um Felddaten zu erhalten. Dann bleiben nur die Labordaten – sie zeigen die Richtung, aber nicht den tatsächlichen Wert für echte Nutzer.

    Die häufigsten Ursachen und Lösungen

    • Große Bilder: Bilder in passender Größe ausliefern, moderne Formate wie WebP oder AVIF nutzen und mit srcset verschiedene Größen anbieten.
    • Lazy Loading am falschen Bild: Das Hauptbild im ersten Bildschirm darf nicht verzögert geladen werden, sonst steigt der LCP.
    • Blockierende Skripte und Stylesheets: Nicht benötigte Dateien entfernen, Skripte verzögert laden.
    • Fehlende Bildgrößen: Breite und Höhe im HTML angeben, damit der Browser den Platz reserviert.
    • Langsamer Server: Eine lange Antwortzeit des Servers verzögert alle anderen Werte.

    Automatisch messen

    Mit der Programmierschnittstelle von PageSpeed Insights lassen sich Labordaten und – wenn vorhanden – Felddaten für wichtige Seiten regelmäßig abrufen. Sinnvoll ist eine wöchentliche Messung der Startseite und der meistbesuchten Seiten, getrennt nach Mobilgerät und Desktop. Werte schwanken von Messung zu Messung; achten Sie deshalb auf Trends statt auf einzelne Ergebnisse.

    Fazit

    Die Core Web Vitals sind messbar, verständlich und gut automatisierbar. Beginnen Sie mit den Seiten, die die meisten Besucher haben, und mit den Ursachen, die viele Seiten gleichzeitig betreffen – oft sind es die Bilder. Wie Sie Bilder richtig vorbereiten, zeigt der Beitrag Bilder für SEO optimieren.

  • Technisches SEO-Audit automatisieren: Die Checkliste für 2024

    Technisches SEO-Audit automatisieren: Die Checkliste für 2024

    Stand: November 2026

    Ein technisches SEO-Audit prüft, ob Suchmaschinen eine Website finden, lesen und richtig einordnen können. Früher war das ein großes Projekt, das einmal im Jahr stattfand. Heute lassen sich die meisten Prüfungen automatisieren und jede Woche wiederholen. Diese Checkliste zeigt, was ein automatisiertes Audit abdecken sollte – geordnet von den Grundlagen bis zu den Details.

    1. Erreichbarkeit und Crawling

    • Liefert die robots.txt den Statuscode 200 und sperrt sie keine wichtigen Bereiche, etwa CSS- oder JavaScript-Dateien?
    • Antworten alle wichtigen Seiten mit dem Statuscode 200?
    • Gibt es Serverfehler (5xx), die nur zeitweise auftreten?
    • Führen interne Links auf Seiten, die 404 liefern?

    2. Indexierbarkeit

    • Haben Seiten, die gefunden werden sollen, kein noindex – weder im HTML noch im HTTP-Header?
    • Zeigt das Canonical-Tag auf die Seite selbst oder bewusst auf eine andere Seite?
    • Zeigt ein Canonical auf eine Adresse, die weiterleitet oder nicht erreichbar ist?

    3. Doppelte Adressen

    Dieselbe Seite ist oft unter mehreren Adressen erreichbar: mit und ohne www, über http und https, mit und ohne Schrägstrich am Ende oder mit angehängten Parametern. Alle Varianten sollten mit einer dauerhaften Weiterleitung (301) auf eine Hauptadresse zeigen. Ein Audit prüft nicht nur die Startseite, sondern Stichproben aus allen Bereichen der Website.

    4. Weiterleitungen

    • Weiterleitungsketten: Jede Weiterleitung sollte direkt am Ziel ankommen, ohne Zwischenstationen.
    • Temporäre Weiterleitungen (302), die eigentlich dauerhaft sind.
    • Interne Links, die auf eine Weiterleitung zeigen statt direkt auf das Ziel.

    Wie Sie Weiterleitungen und 404-Fehler laufend überwachen, beschreiben wir ausführlich in einem eigenen Beitrag.

    5. Sitemaps

    • Ist die XML-Sitemap in der robots.txt angegeben und in der Search Console eingereicht?
    • Enthält sie nur Seiten, die mit 200 antworten, indexierbar sind und auf sich selbst als Canonical zeigen?
    • Fehlen wichtige Seiten?

    6. Mehrsprachigkeit

    Bei mehreren Sprachversionen prüft das Audit die hreflang-Angaben: Verweisen die Sprachversionen gegenseitig aufeinander, stimmen die Sprachcodes, und passt das lang-Attribut im HTML zur tatsächlichen Sprache der Seite?

    7. Ladezeit und Darstellung

    Die Core Web Vitals messen, wie schnell der Hauptinhalt erscheint, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und ob sich das Layout beim Laden verschiebt. Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt der Beitrag Core Web Vitals verbessern.

    8. Strukturierte Daten

    Strukturierte Daten sollten fehlerfrei sein und nur beschreiben, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Mehr dazu im Beitrag Strukturierte Daten prüfen.

    9. Interne Verlinkung

    • Gibt es Seiten ohne eingehende interne Links?
    • Welche Seiten sind mehr als drei Klicks von der Startseite entfernt?
    • Werden interne Links mit nofollow versehen?

    10. Bilder

    Bilder ohne Alternativtext, zu große Dateien und fehlende Größenangaben gehören zu den häufigsten Funden. Eine eigene Anleitung finden Sie im Beitrag Bilder für SEO optimieren.

    Vom Audit zum Ablauf

    Ein Audit ist nur dann nützlich, wenn aus den Funden Aufgaben werden. Sortieren Sie die Ergebnisse nach Wirkung: Ein noindex auf einer Seite mit vielen Besuchern ist dringender als ein fehlender Alternativtext. Und achten Sie auf gemeinsame Ursachen – zwanzig ähnliche Fehler stammen oft aus einer einzigen Einstellung. Wie das Audit in den gesamten Ablauf passt, zeigt der Leitfaden zum SEO automatisieren.