Technisches SEO-Audit automatisieren: Die Checkliste für 2024

Team bespricht die Ergebnisse eines SEO-Audits in einem Büro

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Stand: November 2026

Ein technisches SEO-Audit prüft, ob Suchmaschinen eine Website finden, lesen und richtig einordnen können. Früher war das ein großes Projekt, das einmal im Jahr stattfand. Heute lassen sich die meisten Prüfungen automatisieren und jede Woche wiederholen. Diese Checkliste zeigt, was ein automatisiertes Audit abdecken sollte – geordnet von den Grundlagen bis zu den Details.

1. Erreichbarkeit und Crawling

  • Liefert die robots.txt den Statuscode 200 und sperrt sie keine wichtigen Bereiche, etwa CSS- oder JavaScript-Dateien?
  • Antworten alle wichtigen Seiten mit dem Statuscode 200?
  • Gibt es Serverfehler (5xx), die nur zeitweise auftreten?
  • Führen interne Links auf Seiten, die 404 liefern?

2. Indexierbarkeit

  • Haben Seiten, die gefunden werden sollen, kein noindex – weder im HTML noch im HTTP-Header?
  • Zeigt das Canonical-Tag auf die Seite selbst oder bewusst auf eine andere Seite?
  • Zeigt ein Canonical auf eine Adresse, die weiterleitet oder nicht erreichbar ist?

3. Doppelte Adressen

Dieselbe Seite ist oft unter mehreren Adressen erreichbar: mit und ohne www, über http und https, mit und ohne Schrägstrich am Ende oder mit angehängten Parametern. Alle Varianten sollten mit einer dauerhaften Weiterleitung (301) auf eine Hauptadresse zeigen. Ein Audit prüft nicht nur die Startseite, sondern Stichproben aus allen Bereichen der Website.

4. Weiterleitungen

  • Weiterleitungsketten: Jede Weiterleitung sollte direkt am Ziel ankommen, ohne Zwischenstationen.
  • Temporäre Weiterleitungen (302), die eigentlich dauerhaft sind.
  • Interne Links, die auf eine Weiterleitung zeigen statt direkt auf das Ziel.

Wie Sie Weiterleitungen und 404-Fehler laufend überwachen, beschreiben wir ausführlich in einem eigenen Beitrag.

5. Sitemaps

  • Ist die XML-Sitemap in der robots.txt angegeben und in der Search Console eingereicht?
  • Enthält sie nur Seiten, die mit 200 antworten, indexierbar sind und auf sich selbst als Canonical zeigen?
  • Fehlen wichtige Seiten?

6. Mehrsprachigkeit

Bei mehreren Sprachversionen prüft das Audit die hreflang-Angaben: Verweisen die Sprachversionen gegenseitig aufeinander, stimmen die Sprachcodes, und passt das lang-Attribut im HTML zur tatsächlichen Sprache der Seite?

7. Ladezeit und Darstellung

Die Core Web Vitals messen, wie schnell der Hauptinhalt erscheint, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und ob sich das Layout beim Laden verschiebt. Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt der Beitrag Core Web Vitals verbessern.

8. Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sollten fehlerfrei sein und nur beschreiben, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Mehr dazu im Beitrag Strukturierte Daten prüfen.

9. Interne Verlinkung

  • Gibt es Seiten ohne eingehende interne Links?
  • Welche Seiten sind mehr als drei Klicks von der Startseite entfernt?
  • Werden interne Links mit nofollow versehen?

10. Bilder

Bilder ohne Alternativtext, zu große Dateien und fehlende Größenangaben gehören zu den häufigsten Funden. Eine eigene Anleitung finden Sie im Beitrag Bilder für SEO optimieren.

Vom Audit zum Ablauf

Ein Audit ist nur dann nützlich, wenn aus den Funden Aufgaben werden. Sortieren Sie die Ergebnisse nach Wirkung: Ein noindex auf einer Seite mit vielen Besuchern ist dringender als ein fehlender Alternativtext. Und achten Sie auf gemeinsame Ursachen – zwanzig ähnliche Fehler stammen oft aus einer einzigen Einstellung. Wie das Audit in den gesamten Ablauf passt, zeigt der Leitfaden zum SEO automatisieren.